Planetologie

Aus Alleswisser
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Das Anaversum gleicht unserem Kosmos in vielerlei Hinsicht. So findet sich beispielsweise das Sternbild des Orion auch am Himmel Entenhausens – und es gleicht dem uns bekannten Bilde.  


In der bildlichen Darstellung erkennen wir Orion nur noch mit Mühe und gutem Willen, allerdings auch eine Fülle uns völlig unbekannter Konstellationen.

Das Anaversum ähnelt eben dem unseren, es gleicht ihm nicht. Auch das Sonnensystem des Anaversums ist unserem ähnlich, aber nicht gleich, wie bereits Hartmut HÄNSEL feststellte. Die Existenz von unbekannten Planeten ist ein Hinweis (wenn auch kein Beweis), dass Entenhausen nicht mit unserer Welt identisch ist. Wenden wir uns also den Wandelsternen zu. Wir finden die allermeisten der uns bekannten Planeten wieder, und sogar noch den einen oder anderen mehr. Im Folgenden werden wir diese Planeten und ihre Bewohner etwas näher kennenlernen.  

Der Aufbau des Sonnensystems scheint dem unseren auf den ersten Blick zu gleichen.

Auf einer Darstellung des Sonnensystems fehlt der Merkur – wahrscheinlich fehlt er im Anaversum gänzlich. Auffallend ist zudem, dass die Planetenbahnen deutlich gegen die Ekliptik geneigt und so exzentrisch sind, dass sich zumindest die inneren Planetenbahnen kreuzen.

Solche sich kreuzenden Bahnen werden auch in einer anderen Karte (Abb. oben) des solaren Systems dargestellt. Punktiert ist die direkte Flugbahn vom gerade irrtümlich angeflogenen Mars zur Venus zu sehen. Die Bahn der Venus kreuzt dabei sogar die Erdbahn. Unter solchen Umständen ist es natürlich verständlich, dass man sich mal verfliegt.

Werfen wir einen näheren Blick auf die Karte des Sonnensystems aus U$24. Im Gegensatz zu den meisten uns bekannten Karten enthält sie Entfernungsangaben3. Angegeben wird die Entfernung der Planetenbahnen (Große Halbachsen, und zwar in Kilometern, wie man dem Text an anderer Stelle entnehmen kann. Beispielsweise wird die Differenz der Bahnradien von Mars und Erde mit 60 * 106 km angegeben (in unserer Welt, dem Anthropoversum sind es 80 * 106 km)4. Da die Karte die Bahnradien grafisch darstellt, erlaubt sie auch eine grafische Extrapolation der nicht direkt angegebenen Bahndaten:


Bahndurchmesser Anaversum / Bahndurchmesser Anthropoversum:

Merkur  -  / 58

Venus 100 / 108

Erde 200 / 150

Mars 260 / 228

Asteroidengürtel 460 / ca. 400

Jupiter 560 / 779

Saturn ? / 1432

Uranus ? / 2884

Neptun ? / 4509

Pluto ? / 5966

Transpluto ?  / - 

Walhalla ?  / - 

Der Vergleich zwischen den Sonnensystemen des Anaversums und des Anthropoversums offenbart, dass die Unterschiede so groß nicht sind. Die wahren Unterschiede liegen eher in der Bewohnbarkeit der Planeten. Im Anthropoversum sind – abgesehen von der Erde – sämtliche Planeten oder sonstigen Himmelskörper lebensfeindliche Gesteinsbrocken mit giftigen Atmosphären und ohne jegliche Spur von Leben. 

Während es uns im Anthropoversum trotz größter Anstrengungen noch nicht gelungen ist, auch nur eine einzige Bazille außerhalb des Planeten Erde nachzuweisen, ist im Anaversum fast jeder Himmelskörper von mehr oder weniger intelligenten Wesen bevölkert, von denen die meisten sogar Deutsch sprechen. Trotz vieler Kontakte zu außeranatidischen Zivilisationen kommt es jedoch nie zu einem dauerhaften kulturellen Austausch, wie bereits Patrick BAHNERS5 feststellte6. Beispielsweise hält der Club der Zweifler die Existenz von Außeranatiden für völlig undenkbar. Diese Ignoranz ist umso erstaunlicher, als es sogar ein Lexikon der Weltraumsprachen gibt – ein Druckwerk, welches offenbar noch keine allgemeine Verbreitung gefunden hat. Eventuell handelt es sich ja um einen Supplementband des Pfadfinderhandbuches.

Die Entenhausener sind geradezu angstbesessen vor einer Invasion Außeranatidischer, insbesondere solcher vom Mars. Das Misstrauen gegenüber Fremden ist gar im Rechtssystem einzelner Staaten verankert: Folgerichtig betreibt das Militär eine ständige Radarüberwachung des erdnahen Weltraumes.  

Das Planetensystem im Anaversum:

Merkur

Der Merkur existiert im Anaversum -soweit wir wissen- nicht.

Venus

Die Venus ist, wie Entenhausener Astronomen offenbar ganz richtig vermutet haben, sehr wolkig. Der Planet ist dennoch bewohnt und verfügt über gemäßigte Temperaturen.

Erde

Die Erde wird je nach Zählweise von 3 bis 4 Monden umkreist, von denen einer sogar eine atembare Atmosphäre aufweist und eine recht interessante Fauna beherbergt. Neben Mondkälbern sind von dort auch Mondwesen überliefert, die sich eher kontaktscheu und ziemlich territorial verhalten. Ihr Aussehen ist in dem Sinne menschenähnlich zu nennen, als dass sie über einen Kopf auf einem Rumpf mit 2 Armen und 2 Beinen verfügen. Weitere natürliche Vorkommen pflanzlichen oder tierischen Lebens sind von den Monden nicht bekannt.

Mars

Der Mars kommt im Gegensatz zur Venus eher wolkenlos daher, die Atmosphäre ist (selbstverständlich) atembar – die Luft ist „frisch und klar“. Meere sind nicht sichtbar, es handelt sich offenbar um eine eher trockene Gegend.

Die Landschaft wird von flach gelagerten Sedimentschichten geprägt, in die sich die Bewohner Wohnhöhlen gegraben haben. Der Marsianer folgt ebenfalls einem humanoiden Bauschema. Er trägt einen Haarschopf auf dem Kopf und eine interessante trichterförmige Nase im Gesicht, ist von kleinem Wuchs und weist eine grüne Hautfarbe auf, die möglicherweise auf die Einlagerung von Chlorophyll hindeutet.

Asteroidengürtel

Der Asteroidengürtel liegt 200 Millionen km hinter der Marsbahn. Das ist gut doppelt soweit wie im Anthropoversum – das anaversische Planetensystem ist also weitläufiger als das unsere. Andererseits ist der Asteroidengürtel des Anthropoversums bei weitem nicht so klar und eng umrissen wie der des Anaversums.

Der Gürtel besteht aus Millionen von kleineren Himmelskörpern. Diese Planetoiden zeigen einen großen Formenreichtum und auch sonst die unterschiedlichsten Eigenschaften. Manche zeigen einen nur geringen Zusammenhalt, andere weisen eine Konsistenz ähnlich wie Kaugummi auf.

Manche Meteore, die ihren Ursprung bekanntlich zum Teil im Asteroidengürtel haben, enthalten übrigens seltene Minerale in grobkristalliner Form.  

Doch beileibe nicht alle sind kahle Felsbrocken - mindestens ein Planetoid im Asteroidengürtel weist eine Sauerstoffatmosphäre, üppigen tropischen Pflanzenwuchs sowie Seen voller Fische auf. Er ist Teil eines gravitativ gekoppelten binären Systems. Die beiden Schwesterplanetoiden teilen sich offenbar eine Atmosphäre. Der kleinere der beiden ist eher karg zu nennen und wird allenfalls von brütenden Vögeln aufgesucht, die sich jedoch ihre Nahrung auf dem benachbarten Tropen-Planetoiden suchen.  

Jupiter

Vom Jupiter haben wir kaum mehr Kenntnis als die seiner Existenz, da er auf einem Lageplan des Asteroidengürtels abgebildet ist. Er ist der größte unter den sogenannten Wandelsternen. Im Vergleich zur Erde weist er das gleiche Größenverhältnis auf wie das einer Orange zu einer Erbse.

Saturn

Um unsere Kenntnis über den Saturn ist es kaum besser bestellt. Kreuzt er von stella anatium aus gesehen den Mars, soll das für Leute mit 8 Buchstaben im Vornamen ungünstig sein. Dergleichen Erkenntnisse dürfen wir aber getrost auch für das Anaversum dem Bereich des Aberglaubens und nicht wissenschaftlicher Erkenntnis zuschreiben. Jedenfalls sind ähnliche Zusammenhänge in unserer Welt schon oft behauptet, aber nie bewiesen worden. Belege für einen astrologisch negativen Einfluss des Saturns (insbesondere in Verbindung mit Quadraten) finden sich aber auch anderer Stelle.

Unmittelbare Darstellungen des Planeten sind uns nicht bekannt. Ob es sich bei einer indirekten Darstellung um den Saturn handelt, darf aber zumindest vermutet werden. Wahrscheinlich weist Saturn also auch im Anaversum ein Ringsystem auf.

Uranus

Vom Uranus wissen wir noch nicht einmal, ob es ihn im Anaversum überhaupt gibt.

Neptun

Um den Neptun steht es in dieser Hinsicht nicht besser.

Pluto

Der Pluto ist wolkenverhangen und ohne erkennbare Struktur. Wie in unserer Welt ist er Teil eines Doppelsystems. Bemerkenswerterweise wurde Charon (der mit Pluto ein binäres System bildet) im Anthropoversum erst 1978 entdeckt – Transpluto wurde von BARKS bereits 1959 beschrieben!

Transpluto

Der Transpluto (vulgo: Traumstern) ähnelt Stella anatium, es finden sich nur einige ost-westverlaufende Wolkenbänder in einer Sauerstoffatmosphäre. Er ist – trotz der großen Entfernung vom Zentralstern – bewohnbar. Nach dem Strahlengesetz kommen auf dem Transpluto allerdings im Vergleich zur Erde nur 0,062 % der Sonnenenergie an, daher ist anzunehmen, dass es auf oder bei Transpluto andere Energiequellen gibt. Der Planet ist besiedelt von einer humanoiden Rasse mit anseromorphem Äußeren.

Unbekannter Planet

Schließlich haben wir noch Kenntnis von einem weiteren Planeten, der wohl auf einer stark gegen die Ekliptik gekippten und möglicherweise stark exzentrischen Bahn läuft und daher nur selten von Stella anatium aus beobachtet werden kann. Offenbar hat er eine so geringe Albedo, dass er nur dann beobachtbar wird, wenn er genau zwischen Stella anatium und der Sonne liegt. Dann hat er allerdings einen scheinbaren Durchmesser, der etwa beim Doppelten der Sonne liegt, folglich muss er sehr nah oder sehr groß sein.  

Jedenfalls sind die Finsternisse regelmäßig genug, um sie vorhersagbar zu machen.  Warum die Entenhausener Sternwarte trotzdem von einem „unbekannten“ Planeten spricht, der „plötzlich“ aufgetaucht sei, ist rätselhaft. Es ist doch kaum vorstellbar, dass ein Uhrmacher mehr über Astronomie weiß als die Entenhausener Sternwarte.


Wir dürfen getrost annehmen, dass dem nicht so ist. Die Wissenschaftler stellen sich auf Grund höherer Interessen dumm – das Wissen um gewisse Planeten ist geheim. Warum dies so ist, werden wir im zweiten Teil der vorliegenden Arbeit noch näher beleuchten.

Walhalla

Wiederholt und über mehrere Wochen hinweg kommt der Planet Walhalla der Erde auf einer stark erratischen Bahn nahe, und zwar bis zur gegenseitigen atmosphärischen Durchdringung.

Magnetische Abstoßung und Anziehung sind dem Astronomen Dr. Dulle zufolge für die ruckartige Annäherung des Irrgängers verantwortlich.17 Die Ursache der Störung des Gleichgewichtes der Kräfte ist in kerntechnischen Prozessen zu suchen.

Der atmosphärische Kontakt sorgt für Stürme und Gewitter. Der Umriss Walhallas ist nur grob kreisförmig, es fällt auf, dass die Oberfläche von extrem hohen Bergen zerklüftet ist. Hier haben wir nun einen mehr als deutlichen Hinweis auf zusätzliche Faktoren, welche die Himmelsmechanik des Anaversums bestimmen: Nicht die Gravitationskraft alleine, sondern auch magnetische Anziehung und Abstoßung nehmen also effektiven Einfluss auf die Planetenbahnen! Festzuhalten bleibt in diesem Zusammenhang, dass in der Himmelmechanik des Anaversums neben der Gravitation noch weitere „magnetische“ Kräfte am Wirken sind. Diese könnten auch für die eigentlich unmöglichen Positionen der anatischen Monde (s. Fußnote 4) verantwortlich sein.

Bei noch größerer Annäherung werden Berge und Seen sichtbar.

Die ausgeprägten Gebirgsformen lassen auf eine intensive geologische Aktivität des Planeten schließen. Angesichts der erwiesenermaßen wiederholten Annäherung an andere Planeten dürften starke Gezeitenkräfte hierfür ursächlich sein, wie wir dies aus unserem Universum etwa vom Jupitermond Io kennen. Walhalla verfügt – wie könnte es anders sein – über eine Sauerstoffatmosphäre und intelligente Bewohner.


Quelle:

paTrick Martin in DD 151 "Ausseranatische!!"