Ernährungsgewohnheiten

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Kein Hammelbraten

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Das Werbeblatt der Biobranche, „Schrot und Korn“, informiert: Weil mehr Bio-Schaf- und Ziegenmilch getrunken wird, fallen mehr männliche Lämmer und Kitze an. Sie seien zu schade, um nur als Tierfutter verwendet zu werden. Allerdings ist „Ziegenfleisch […] nach dem Weltkrieg komplett von den deutschen Tellern verschwunden …“ (G. Manek, 06/2021, S. 26). Das gleiche galt lange Zeit für Schaf-(Hammel-)fleisch (vielleicht mit der regionalen Ausnahme „Heidschnucken“).

Der Bericht „Die Schafcowboys“ (FC 1010/4) erschien 1960 erstmals auf deutsch, und dieser Widerwille gegen Schaffleisch war der Übersetzerin regelrecht durchgerutscht; im englischen Text stellt Herr Wolf nur fest: „Oho! I get it now! Sheep!” Hierzu passt auch sein freudiger Gesichtsausdruck, nicht aber zu dem Ausruf: “O, Hammelbraten! Scheußlich!“

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Entsprechend war bereits im Bericht „Eine peinliche Enthüllung“ (schon 1952 erstmals auf deutsch erschienen) die in Deutschland verpönte Hammelkeule (im Original fängt Herr Gans ein angerichtetes „Leg of lamb“) in „Schweinebraten“ umbenannt worden. Angesichts der ungehobelten Tischmanieren des Herrn Gans ist die Hammelkeule deutlich zu erkennen.




Kein Truthahn


Auch Truthahn war 1953 kein in Deutschland bekanntes Lebensmittel. Im Bericht "Friedliche Ferien ( II )", WDC 142, wurden zwei Bilder deshalb sogar umgezeichnet … obwohl fraglich ist, wieviele Kinder im Nachkriegsdeutschland sich unter einem „Füllhorn“ eher etwas hatten vorstellen können … warum keine Gans ?

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TGDD 12 S.65