Liste der Zitate im Fuchstext: Literatur der Antike

Aus Alleswisser
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Anmerkung: Aufgrund des Zitatcharakters wird hier jeweils die Original-Rechtschreibung angewendet!

Archimedes von Syracus

Störe nicht meine Kreise

MM3 1958
Archimedes’ berühmte letzte Worte, 212 v. Chr.

Die Herkunft dieser Redewendung geht zurück auf eine Anekdote über den griechischen Mathematiker und Physiker Archimedes (um 287 - 212 v. Chr.). Der Legende nach war er gerade damit beschäftigt, geometrische Figuren in den Sand zu zeichnen, als die Römer Syracus einnahmen. Archimedes war jedoch so sehr in seine Aufgabe versunken, dass er barsch mit dem Satz reagierte: Noli turbare circulos meos. (Störe meine Kreise nicht) Dies machte einen der Soldaten so zornig, dass er den alten Mann erschlug.

Äsop

Kampf mit dem Löwen, TGDD 20

 Hic Rhodus, hic salta!

(lateinisch, Hier ist Rhodos, hier springe!) bedeutet: Zeig hier, beweise, was du kannst.

Die Worte stammen ursprünglich aus der Fabel „Der Fünfkämpfer als Prahlhans“ von Äsop und galten als Aufforderung an einen Fünfkämpfer, der wiederholt auf seine herausragenden Leistungen beim Weitsprung in Rhodos hingewiesen hatte. Als seine Gesprächspartner genug von seiner Prahlerei hatten, forderten sie ihn auf, das Geleistete hier und jetzt zu wiederholen.

Weitergehende Infos unter: https://de.wikipedia.org/wiki/Hic_Rhodus,_hic_salta

Sueton

Donald, gib mir meine Diamanten wieder!

Eine Geschichte zum Totlachen, Entenhausen-Edition 41


Quintili Vare, legiones redde! (lateinisch, Varus, gib mir meine Legionen wieder!)

De vita Caesarum libri VIII, Vita divi Augusti 23,2.

Varus hatte bekanntlich die Schlacht im Teutoburgerwald verloren, was zu einer ernsten Verstimmung seines obersten Dienstherrn Augustus führte und die nördlichen Teile Germaniens vor Überfremdung bewahrte.

Autor unbekannt

Zart wie Zephirsgesäusel

Zephyr (gr. Ζέφυρος) ist zusammen mit Boreas (vgl. "Bora") und Notos einer der Windgötter der griechischen Antike. Er steht für einen sanften Südwind und wird mit Attributen wie "säuselnd", bedacht, so u.a. bei Lukrez in seiner Natur der Dinge in der Übersetzung von Hermann Diels.[1]

„Sanft wie des Zephirs Säuseln“ findet sich auch in den „Erzählungen der Schehersad aus den tausendundein Nächten“, im Abschnitt
TGDD 23
„Die Geschichte des Kalifen Harun er-Raschid mit Abdallah ibn Nafi’a und die Geschichte der Tohfe“, Aufbau Verlag Berlin und Weimar, 2. Auflage 1985


Anm.: Aus "Zephirs Säuseln" hat Frau Dr. Fuchs mit "Zephirsgesäusel" den dichterischen Ausdruck prosaisiert.

  1. Lukrez: Über die Natur der Dinge. Übersetzt von Hermann Diels, Berlin: Holzinger 2013, 5. Buch: Die Erfindung der Musik.